feuilleton

|
|
wenn ich sagen sollte was bei mir vom strukturalismus hängen geblieben ist, ist es meine persönliche theorie von formaler nähe und inhaltlicher ferne und vice versa.
wenn zwei bilder* von inhaltlicher ferne in räumliche nähe gebracht werden, kann zwischen ihnen etwas in seiner art sehr freies entstehen. das gleiche spiel funktioniert, wenn zwei bilder von formaler nähe, aber inhaltlicher ferne zusammenrücken.
was zwischen bild und bild entstehen kann, entzieht sich anderen möglichkeiten der darstellung.
man sollte nicht sagen, daß dabei die klarheit in einer metapher untertaucht, sondern eher, daß eine andere, eine 'atmosphärische klarheit' entsteht.
ich meine damit auch, daß es ein vergnügen sein kann die dinge zuweilen ohne namen zu lassen. vielleicht kann man so sogar die welt erklären, auch wenn man nicht weiß wieviel sie kostet. |
|
 |
|